Doktoranden
Daniel Franz
![]() | Universität Mannheim Historisches Institut Alte Geschichte L 7,7 - Raum 007 68161 Mannheim Tel. 181-2293 e-mail: dfranz@rumms.uni-mannnheim.de Projektmitarbeiter "Publikation der antiken Münzen der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim" |
Dissertationsvorhaben
Mein Dissertationsprojekt befasst sich mit den Kriegen des hellenistischen Zeitalters und ihren Auswirkungen auf die zeitgenössische Mentalität. Vor allem das 4. Jahrhundert v. Chr. zeitigte einen tiefgreifenden Wandel im militärischen Bereich. Mein Interesse gilt "den Kriegern" als eigentlichen Protagonisten militärischer Auseinandersetzungen. Dabei konnte es sich um Monarchen, Söldner oder auch Bürgersoldaten einer Polis handeln. Einen wichtigen Ausgangspunkt meiner Überlegungen bildet der reziproke Zusammenhang von Kriegsführung und Kriegskultur. Krieg wird auf eine bestimmte Weise geführt, was Aspekte wie Taktik, Schlachtordnung und Bewaffnung einschließt. Dies wirkt sich darauf aus, wie Krieg mittels kultureller Ausdrucksformen versinnbildlicht wird. Andererseits wirken sich soziale und kulturelle Dispositionen auch auf die pragmatische Ebene der Kriegsführung aus. Der "Krieger" soll damit zum einen als kulturelles Konstrukt im Spannungsfeld verschiedener Identitäten und Sinnzuschreibungen beleuchtet werden. Dem gilt es das Phänomen Krieg auf der Handlungsebene gegenüber zu stellen, wie es etwa in der im angelsächsischen Raum verbreiteten "Face of Battle"- Forschung geschieht.
Die gewonnenen Ergebnisse werden auch in Bezug zu modernen Theorien aus dem Bereich der interdisziplinären Konflikt- und Gewaltforschung gestellt. Damit soll aufgezeigt werden, welches Potential die Altertumswissenschaften bieten um an moderne Diskurse zu Krieg und Gewalt anzuschließen und einen Beitrag zur Theoriebildung zu leisten.
Veröffentlichungen
- Kriegsfinanzierung Alexanders des Großen, in: Holger Müller (Hg.), 1000 & 1 Talente, Visualisierung antiker Kriegskosten, Begleitband zu einer studentischen Ausstellung, Gutenberg 2009.
- „Söldner und Sekretäre" - Griechische Karrieren im Heer Alexanders des Großen, in: J. Göbel - T. Zech (Hrsg.), Exportschlager - Kultureller Austausch, wirtschaftliche Beziehungen und transnationale Entwicklungen in der antiken Welt. Humboldts Studentische Konferenz der Altertumswissenschaften 2009, München 2011.
Vorträge
- „Söldner und Sekretäre" - Griechische Karrieren im Heer Alexanders des Großenim Rahmen von: „Humboldts studentischer Konferenz der Altertumswissenschaften - Exportschlager: Kultureller Austausch, wirtschaftliche Beziehungen und transnationale Entwicklungen in der antiken Welt"; gehalten am 24.09.2009
- "Alexander der „Großzügige" Massenbelohnungen und Schenkungen als symbolische Gesten" im Rahmen von: „Geschichte und Öffentlichkeit" - Studentisches Symposium der Universität Bremen vom 18.-19.02.2011; gehalten am 19.02.2011
- "Gesetz und Gewalt - Zur Genese antiker Rechtsvorstellungen" im Rahmen von: Fachhochschule Trier, Standort Birkenfeld (Gastvortrag); gehalten am 10.06.2011
- "Die Sünden des Eratosthenes - Ein Ehebruchsprozess im antiken Athen" im Rahmen von: Fachhochschule Trier, Standort Birkenfeld (Gastvortrag); gehalten am 05.01.2012
- "Antike Beutekunst - Zwischen Kultraub und Repräsentation" im Rahmen von: „Kunst und Politik in der Geschichte" - Studentisches Symposium der Universität Bremen vom 9.-10.03.2012; gehalten am 10.03.2012
- "Das Gesicht des Krieges - Krieg und Kultur im Hellenismus" im Rahmen von: Forschungsseminar - Neuere Forschungen zur Geschichte des Hellenismus, Seminar für Alte Geschichte, Historisches Institut, Universität Mannheim; gehalten am 22.05.2012
- "Das Bild Neros - Münzen als Korrektiv "im Rahmen von: Münzen und Geschichte - Numismatischer Tagung des Seminars für Alte Geschichte, Historisches Institut, Universität Mannheim vom 01.02.2013- 02.02.2013; gehalten am 02.02.2013
Lukas Kainz
Universität Mannheim Historisches Institut Alte Geschichte L 7, 7 - Raum 007 68161 Mannheim Tel. 181-2293 e-mail: lkainz@mail.uni-mannheim.de |
Dissertationsvorhaben
Gerade die hellenistischen Monarchien wurden häufig von Usurpationen erschüttert. Es liegt daher die Frage nahe, inwiefern die Ursache hierfür in der Konzeption des hellenistischen Königtums an sich zu suchen ist. Ziel meines Dissertationsprojekts ist es deshalb, unter Einschränkung auf die Ptolemäerzeit zunächst die entsprechenden Thronwirren zu untersuchen. Anschließend werden unter Verwendung der Herrschaftssoziologie Max Webers, die bislang erfolgreich angewandt wird, um hellenistische Monarchien als in ihrem Sinne charismatisch zu charakterisieren, die Ursachen für Usurpationen in dieser Zeit erarbeitet. Abschließend soll der Zusammenhang zwischen Herrschaftsideologie und -krisen geklärt werden. Da meine Promotion also das Nicht-Funktionieren des ptolemäischen Königtums untersucht, folglich auch auf die bisherigen Forschungsergebnisse zum Funktionieren desselben Bezug nehmen wird, stelle ich letztlich die Frage nach der Legitimität hellenistischer Könige am Beispiel der Ptolemäer.
Veröffentlichungen
- Sonderzahlungen in der Antike. Ein Überblick von Alexander bis Maximinus Thrax, in: Holger Müller (Hg.): 1000&1 Talente. Visualisierung antiker Kriegskosten. Begleitband zu einer studentischen Ausstellung, Gutenberg 2009, S. 49-72.
- Der Princeps und Indien: Augustus zwischen Alexanderrezeption und Herrschaftslegitimation, in: Janina Göbel / Tanja Zech (Hgg.): Exportschlager - Kultureller Austausch, wirtschaftliche Beziehungen und transnationale Beziehungen in der antiken Welt (= Quellen und Forschungen zur Antiken Welt. Band 56), München 2011, S. 55-72.
Vorträge
- "Karawanen zwischen Tiber und Ganges oder: Iuppiter auf Indisch. Römisch-indische Kontakte in der späten Republik und dem frühen Principat", gehalten am 24.09.2009 an der Humboldt-Universität zu Berlin im Rahmen der HsK Altertum (= Humboldts studentische Konferenz) vom 23.-26. September 2009.
- "Der 'König vor Gericht' und die Macht der Rede. Das Prozesswesen der späten römischen Republik im Werk M. Tullius Ciceros", gehalten am 05.01.2012 an der FH Trier. Standort Umwelt-Campus Birkenfeld.





